TEAM: Laura Robinson, Produktentwicklerin

 
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Als Laura klein war, musste Kochen vor allem schnell gehen. Die Eltern arbeiteten viel, für kulinarischen Einfallsreichtum reichte der Elan am Ende des Tages selten mehr aus. Laura ist in der Nähe von Birmingham aufgewachsen. Es stimmt sie traurig, dass viele Leute generell ein negatives Bild von der britischen Küche haben. «Vielleicht sind typische Gerichte einfacher als anderswo, aber auch wir essen gerne gut». Viele Gerichte sind ausserdem mit Traditionen verbunden; der Sonntagslunch im Pub ist den Engländern ebenso lieb wie Fish und Chips am Meer. All die vielen Speisen unterschiedlichster Herkunft wiederum - vom indischen Curry bis hin zum veganen Eintopf - haben für Laura immer auch die Offenheit Grossbritanniens gegenüber neuen Einflüssen reflektiert. 

Noch als Studentin bedeutete Kochen für Laura oftmals, die Tiefkühlpizza mit etwas mehr Käse zu belegen. Die entscheidende Wende brachte, wie könnte es anders sein, ein Austauschsemester in Italien: «Es faszinierte mich, wie die Menschen aus einer Handvoll Zutaten wundervolle Gerichte zauberten». Zwar hätten ihre italienischen Mitbewohnerinnen sie nicht mehr an den Herd gelassen, nachdem sie sich bereits am ersten Tag beim Brotschneiden in den Finger geschnitten habe, erzählt Laura. Doch sie schaute ihnen fortan genau zu beim Kochen. Es folgte ein weiterer Studienaustausch, dieses Mal in Deutschland, mit einer Küche nur für sie allein. Endlich konnte das Ausprobieren beginnen. Viele angebrannte Zucchettischeiben später war sich Laura sicher: Kochen macht richtig Spass.

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“Es fasziniert mich, wie aus einer Handvoll Zutaten wunderbare Gerichte entstehen.”

Nach dem Studium engagierte sich Laura mehrere Jahre in der britischen Gesundheitspolitik und dort insbesondere in der Prävention. Mehr und mehr rückte die Ernährung nun auch beruflich in den Fokus. Der Umzug in die Schweiz und der Start bei Foodways Consulting festigten diesen Weg noch, und die ersten Monate in der Berner Firma waren ein regelrechter Crashkurs in Sachen Nachhaltigkeit. Je länger sich Laura mit dem Thema beschäftigte, desto klarer wurde ihr: Sie war längst nicht die einzige, die es schwierig fand, Essen und Kochen im Alltag den eigenen Wertvorstellungen und Vorlieben anzupassen. Die Idee für die MyFoodways-App war geboren.

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“Essgewohnheiten sind eine ganz persönliche Angelegenheit.”

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Heute probiert Laura nicht nur gerne italienische, sondern auch asiatische, mexikanische oder Schweizer Rezepte aus. Vor gut einem Jahr hat sie beschlossen, sich vegetarisch zu ernähren. Ihrem Mann kocht sie aber weiterhin ab und zu sein geliebtes Bún chả - gegrilltes Schweinfleisch mit Reisnudeln und Salat, ein Gericht aus dem Heimatland seiner Oma. Sie hält nicht viel davon, jemandem vorzuschreiben, was und wie er zu essen hat. «Essgewohnheiten sind eine ganz persönliche Angelegenheit», sagt Laura. «Jeder entscheidet selbst, was sich gut und richtig anfühlt und den eigenen Werten entspricht»

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